Luxemburg Wochenendkurs

Freitag 22.09.

Nachdem wir uns zeitlich perfekt abgepasst von Nico an der Weimarer Auffahrt der A4 haben abholen lassen, begaben wir uns auf einer kurze aber aufregende Reise nach Luxemburg.

Nach sechs Stunden Autofahrt tat ein bisschen Bewegung an der Tischtennisplatte ganz gut. Vor der ersten Einheit hatten wir noch ein wenig Zeit frei, weshalb wir uns entschieden, noch kurz in die Stadt zu gehen und Luxemburgs Festungen zu besichtigen. Um den Durst zu löschen benutzten wir die Wasserhähne die in der Stadt aufgestellt sind – eine tolle Initiative! Auch eine kurze Frische-Dusche ließ sich dabei abgewinnen.

 

Zeit um noch was zu essen: wir probierten die lokalen Spezialitäten. Das Eis war so stark gefroren, dass Maikes Löffel in mehrere Stücke brach. Mit gleich zwei Ersatzlöffel latschten wir zur nächsten Haltestelle des kurzen kulinarischen Rundgangs: ein Macaron-Laden. Die kleine, teure aber herrliche Delikatessen mit Mojito-Geschmack gaben uns alle Energie und Zucker die wir fürs Training brauchen würden.

19:30 ging’s dann los. Die große Gruppe an Teilnehmern wurde gleich in zwei geteilt: alle Schwarzgurte wurden von Juan Pablo betreut und wir durften zu Nico. Wir bekamen gleich einen Eindruck von seiner Herangehensweise: wenige Aufgaben innerhalb eines Trainings, dafür aber gut und gründlich. Sieben Handtechniken kombiniert mit Hüft- und Schulterrotation im Hanmi Dachi sollten uns auf spätere Gyaku-Techniken und ihren entsprechenden Hüfteinsatz vorbereiten.
Das Training war vorbei in einem Schnips, ein gutes Zeichen! Ab ins Bett um Energie zu sammeln für den nächsten Tag.

 

Samstag 23.09.

Morgens hörte ich mir beim Abarbeiten einer kleinen Emailliste Maikes Bratschenvirtuosität an. So war auch der Vormittag schnell vorbei, und los ging’s in eine andere Halle. 

Auch hier wurden die Gruppe wieder zweigeteilt: diesmal kamen aber auch die erste Kyu’s in die Schwarzgurt-Gruppe.

Los ging’s mit Nicos neuem Thema: Selbstverteidigung. Ursprünglich sollte das nur die Erwärmung sein, doch bald stellte sich heraus dass die Interesse von der Gruppe an diesem Thema so hoch war, dass wir dabei geblieben sind. Die Position eines armen Opfers das am Boden liegt, kennen wir im Karate eigentlich nicht. Deshalb brachte uns Nico einige Maßnahmen zum Schutz, sowie eine Technik fürs schnell Wieder-aufstehen bei. Auch in diesem Training war die Konzentration so hoch dass wir gar nicht erst gemerkt haben wie schnell die Zeit verging. Mit einem kurzen Klatschen von Juan Pablo begaben wir uns in die Pause.

Juan Pablo hatte für Samstag ein anderes Thema ausgesucht: Heian Shodan. Von „Back zu Basics“ gesprochen! Zuerst wurde hart am Zenkutsu-Dachi gearbeitet, auch hier lag der Fokus auf die Hüftrotation. Später wurden wir mit dem Obi vom Partner festgehalten, um den Widerstand der Beine beim Stehen besser spüren zu können. Auch die Anwendung von Heian Shodan wurde dann unter die Lupe genommen.

Wir wurden dann auch entlassen, damit der Raum freigemacht werden konnte für die anstehenden Dan-Prüfungen. Die bestandene Prüfungen durften dann auch gefeiert werden beim gemeinsamen Essen. Dort waren Maike und ich aber zum Arbeiten da: wir wurden gebeten, die Musik für den Abend zu gestalten. Am Ende kamen die jungen Spanier noch mit einigen frische Salsa-Nummern, aber der Abend war auch schnell vorbei, denn am nächsten Tag waren schon wieder zwei Trainings geplant…

 

Sonntag 24.09.

Zum Frühstück gab es die Reste vom Riesenkuchen den die Frauen des Luxemburger Dojo für das Trainingslager gebacken hatten. Uns wurde erzählt, es wurden 130 Eier und 5 Kilo Mehl verarbeitet! Geschmeckt hat er auf jeden Fall.

Die Zeit fliegt bei Trainingslagern immer sehr schnell vorbei: gleich kamen schon die letzten zwei Einheiten. Bei Nico gab es morgens Mawashis aufm Menü. Erneut wurde vor allem an der Basistechnik rumgeschraubt: die richtige Drehung des Standfußes, hochhalten des Knies, usw. Zum Abschluss ließ Nico ein paar von seinen Mawashis auf die Matte knallen (und auf Maikes Oberschenkel…)

Juan Pablo machte einfach dort weiter, wo wir gestern aufgehört hatten: nach Shodan kommt Nidan. Auch hier der gleiche Drill: zuerst am Stand arbeiten – in dem Falle war das Kokutsu-Dachi – um danach zur Anwendung über zu gehen. Am Ende wurde dann die Kata zwei Mal im Full Kime gelaufen, mit dem Ziel, uns beim Laufen der Kata die ganze Anwendung vor zu stellen.

Gleich nach dem Training ging die Fahrt nach Weimar los, wir hatten schließlich noch eine kleine 6-Stunden- Autofahrt vor uns. Über einen kleinen Umweg via Jena kamen wir erschöpft aber glücklich wieder in Weimar an.

Verfasser: Martijn Dendievel, 5. Kyu
Datum: 3.10.2017

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